Box oder Geschirr? Hunde sicher im Auto transportieren


Fahrweise

Hier gilt die Grundregel: Vorausschauendes Fahren und ein angemessenes Tempo verhindern in vielen Fällen scharfe Bremsungen oder Ausweichmanöver. Falls es doch einmal nötig ist: Wenn Ihr Hund gut gesichert ist, ist eine scharfe Bremsung immer noch ungefährlicher als ein Aufprall.

Hund im Auto sichern: Darum ist es ein Muss

Ein Hund sollte niemals ungesichert im Auto mitfahren, weder auf dem Sitz noch in einer offenen Tasche. Das scheint sich aber noch nicht herumgesprochen zu haben: Einer Umfrage von Autoscout24 zufolge nimmt mehr als jeder dritte Autohalter regelmäßig einen oder mehrere Hunde mit. Aber fast jeder Fünfte sichert die Tiere nicht ausreichend. Dabei geht es nicht nur um das Thema Ablenkung, sondern vor allem um die Sicherheit von Mensch UND Hund.

Bei Brems-und Ausweichmanövern mit einer Geschwindigkeit von 100 km/h hat der ADAC herausgefunden: Ein ungesicherter oder falsch gesicherter Hund erhöht bereits bei einem heftigen Ausweich- oder Bremsmanöver das Verletzungsrisiko für Mensch und Tier deutlich und kann im schlimmsten Fall auch durch die Frontscheibe fliegen. Zudem kann der ungesicherte Hund bei einem Unfall auch für Rettungskräfte gefährlich werden, wenn er unter Schock steht oder sogar verletzt ist.

Eine richtige Sicherung des Hundes ist nicht zuletzt ein gesetzliches Muss: Tiere gelten im Straßenverkehr als Ladung. Entsprechend müssen sie ausreichend gesichert werden gegen Verrutschen, Umfallen, Hin- und Herrollen oder Herabfallen, auch bei einer Vollbremsung oder einem Ausweichmanöver. Falls nicht, droht ein Bußgeld zwischen 35 und 75 Euro. Bei Gefährdung sind es 60 Euro plus ein Punkt in Flensburg.

Hund transportieren: Box oder Geschirr?

Sicher: Metallboxen sind zwar teuer, bieten aber maximalen Schutz und einen guten Rückzugsraum – auch wenn sie auf den ersten Blick nach Gefängnis aussehen. (Quelle: biky/imago-images-bilder)

Ob Sie den Hund in einer Box oder mit einem Geschirr gesichert transportieren, ist Ihnen überlassen. Schließlich kommt es auf die Größe Ihres Autos und Ihres Hundes an, ob Sie den Hund lieber im Kofferraum oder auf der Rückbank transportieren. Fest steht: Eine dieser beiden Varianten sollte es sein, damit Ihr Hund sicher unterwegs ist. Einige Experten empfehlen allerdings die Box als sicherste Variante. Achten Sie hier auf genügend Lufteinlässe und polstern Sie sie mit einer Decke aus, damit sich Ihr Hund wohlfühlt.

Bei den Boxen haben Sie folgende Optionen:

  • Kunststoffboxen für den Fuß- oder Kofferraum: Eine günstige und recht sichere Lösung. Der Fußraum ist extrem sicherer Ort für Hund und Besitzer, beim Transport im Kofferraum oder auf der Rückbank sollten Sie die Box aber unbedingt zusätzlich mit Gurten sichern.
  • Softtaschen mit Isofix-Befestigung: Wenn sie richtig angebracht und an die Größe des Hundes angepasst sind, bieten sie viel Sicherheit.
  • Transport-Gitterboxen für den Kofferraum: Etwas teurer, aber haltbar. Wichtig ist die passende Größe: Ist sie zu groß, steigt das Verletzungsrisiko. Deshalb lieber eine Nummer kleiner kaufen.
    Der ADAC rät: Platz zum Liegen sollte vorhanden sein, Raum zum Hin- und Herwandern aber nicht. Die Box sollte im Kofferraum direkt hinter den Rücksitzen quer zur Fahrtrichtung platziert werden. Wenn sie nicht den gesamten Kofferraum füllt, verzurren Sie sie gut mit Gurten, die Sie durch die Ösen im Kofferraum ziehen.

Tipp: Messen Sie den Hund von der Nasenspitze bis zum Rutenansatz sowie die Schulterhöhe und addieren Sie jeweils rund 20 Zentimeter. Ihr Hund sollte sich bequem hinlegen und umdrehen können.

Versagt hat beim Test des ADAC die sogenannte Sicherungsröhre, die mit Gurten auf der Rückbank befestigt werden kann: In ihr gibt es keine weitere Sicherungsmöglichkeit, der Hund prallt bei harten Bremsungen oder Ausweichmanövern hart gegen die Türverkleidungen.

Hier brauchen Sie zusätzlich ein Geschirr:

  • Hundekörbchen für die Rückbank: Sie sind nur dann sinnvoll, wenn Sie den Hund zusätzlich sichern, warnt der ADAC: Ansonsten könnte der Hund unkontrolliert durchs Auto fliegen.
  • Rücksitzbarrieren: Sie können den Hund zwar bei einem Aufprall auffangen, aber der Hund kann sich dennoch unkontrolliert durchs Auto bewegen. Das kann insbesondere nach einem Unfall gefährlich für Helfer sein.
  • Autoschutz-Decken, die zwischen die Kopfstützen der Vorder- und Rücksitze gespannt werden.

Gut verzurrt: Geschirre und Gurtsysteme

Besser nicht: Bei einer Vollbremsung wird der ungesicherte Hund zum gefährlichen Geschoss.
Besser nicht: Bei einer Vollbremsung wird der ungesicherte Hund zum gefährlichen Geschoss. (Quelle: Edwin Remsberg/imago-images-bilder)



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