Ein Skandal zu viel – der Weg zu seinem Karriereende


Der Unangepasste sorgte immer wieder für Aufregung

Hinteregger war schon immer der etwas andere Profi. Einer mit Ecken und Kanten, der nahezu kein Fettnäpfchen ausließ.

Zuletzt waren es einige zu viel. Schon direkt im Anschluss an den Europa-League-Triumph der Eintracht sorgte Hinteregger beim Verein für Kopfschütteln. “In diesem Jahr ist sehr viel in die Brüche gegangen. Mir wurde im Spätherbst und zwischen den Viertelfinal-Spielen gegen Barcelona gesagt, dass ich im Sommer gehen soll”, posaunte er munter Interna heraus.

Wenig später verärgerte er seine Mannschaftskameraden, als er der Verabschiedung einiger Kollegen fernblieb. Nun die unsägliche Posse um den “Hinti Cup”, die das Fass zum Überlaufen brachte.

Noch in Diensten des FC Augsburg provozierte er seinen Rausschmiss, indem er Trainer Manuel Baum öffentlich bloßstellte (“Ich kann nichts Positives über ihn sagen und werde auch nichts Negatives sagen”). Der FCA verlieh ihn daraufhin für ein halbes Jahr nach Frankfurt.

Hinteregger 2016 im Trikot des FC Augsburg: Auch seine Zeit bei den Fuggerstädtern endete mit einem Eklat. (Quelle: Team 2/imago-images-bilder)

Sturzbetrunken auf dem Dorffest

Als er zum Trainingsauftakt der neuen Saison wieder in Augsburg erscheinen sollte, tat er das auch, kam aber mit einem Rucksack zum Training, auf dem das Wappen der Eintracht prangte. Hinteregger fuhr noch mit ins Trainingslager der Augsburger, sorgte dort aber gleich für den nächsten Eklat. Statt zum Mannschaftsabend zu gehen, zog er es vor, ein Dorffest in Tirol zu besuchen. Später machte ein Video die Runde, das ihn torkelnd und offenbar sturzbetrunken zeigt. Am nächsten Tag schwänzte er das Training. So provozierte er seinen Abgang zu den Hessen, bei denen nun auch Schluss ist – endgültig.

Auch bei der österreichischen Nationalmannschaft, für die er 67 Länderspiele bestritt, benahm er sich daneben. Weil er den Zapfenstreich verpasste und zu lange in seinen 27. Geburtstag hineinfeierte, strich ihn der damalige ÖFB-Trainer Franco Foda kurzerhand aus dem Kader.

Im Jahr 2021, in Diensten der SGE, verharmloste der Verteidiger eine Massenschlägerei unter rivalisierenden Fans, sagte nach einem Spiel in Leverkusen: „Wenn es beide gewollt haben, ist es ja okay. Passiert ja öfter, gehört auch irgendwie zum Fußball, oder? Ihr könnt wieder über was berichten, die haben Spaß beim Kämpfen, wir müssen Interviews dazu beantworten und jeder hat etwas davon. Ist ja nichts Schlimmes.“

Alkohol-Eskapaden, provozierte Klubwechsel, Ausplaudern von Interna oder Verharmlosung von Gewalt – und zuletzt die gemeinsame Organisation des “Hinti-Cups” mit dem Rechtspopulisten Heinrich Sickl. Die Liste der Verfehlungen Hintereggers ist lang. Nun setzt er seinem wilden, oftmals wenig professionellen Treiben selbst ein Ende.



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