Frankfurter jagt falschparkende Polizisten


Als Radfahrer müsste man sich dann entweder direkt an den parkenden Autos vorbeischlängeln und gerät dadurch in die “Dooring-Zone”. Dann besteht die Gefahr, durch eine sich öffnende Tür zu verunglücken. Oder der Radfahrer weicht auf die Straße aus “und wenn man das tut, Gnade dir Gott, dann wird gehupt, geschrien und beim Überholen geschnitten”, sagt M.

Parken ist auf dem Radweg verboten und wird geahndet

Eine Anzeige hat er gegen die Polizeibeamten nicht erstattet. Die Beweislage hielt er für zu dünn. “Wenn ich Anzeige erstatte, mache ich das so, dass ich rechtssicher den Verstoß ‘Parken’ dokumentiere, das heißt, zwei Fotos im Abstand von etwa fünf Minuten”, erklärt er. M. möchte so sichergehen, dass von vornherein keine Diskussion und Fragestellung möglich sei und er das Falschparken unzweifelhaft belegen könne. “Und das ist eben erst dann der Fall, wenn diese Zeitspanne wirklich zwischen den Fotos verstrichen ist.”

Ein weiteres Fahrzeug stellt sich auf den Radweg: Eine Minute später kommt das nächste Fahrzeug. Und das passiert offenbar täglich. (Quelle: Privat)

Dennoch: Ein Fahrzeug gilt als geparkt, wenn es verlassen ist. Das sollten die Polizeibeamten wissen. Denn aus der Straßenverkehrsordnung (StVO) Paragraf 12 und 13 geht hervor, dass Parken auf dem Radweg verboten ist. Und die Vorschriften gelten für alle. Die Frankfurter Polizei reagiert auf M.’s Tweet, fragt ihn, wo das Foto entstanden sei. Der Verstoß der Beamten hat nun womöglich auch Konsequenzen.

Auf Nachfrage von t-online sagt ein Sprecher der Polizei, dass bereits die zuständige Dienststellenleitung informiert sei und mit den beiden Polizisten reden werde. Im Anschluss entscheide die Leitung, welche Konsequenzen folgen. Sehr wahrscheinlich müssen die Polizisten ein Bußgeld zwischen 55 und 100 Euro zahlen. So sieht es jedenfalls die StVO vor. Es wäre nicht das erste Mal, dass Polizisten blechen müssten.


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“Da fehlt offenbar bei einigen die Sensibilität”


Sprecher der Polizei Frankfurt über Falschparker unter Polizisten


Denn bei der Frankfurter Polizei kam es schon öfter vor, dass Beamte wegen Falschparkens Bußgeld zahlen mussten. “Da fehlt offenbar bei einigen die Sensibilität”, kommentiert der Polizeisprecher. M. freut sich, dass die Polizei das Falschparken ernst nimmt: “Ich hatte schon länger das Gefühl, dass in Frankfurt seitens Stadt und Polizei eine höhere Sensibilität für Fußgänger und Radfahrer existiert als früher und anderswo.”

M. dokumentiert das Fehlverhalten von Falschparkern seit Anfang des Jahres. Vom 1. Januar bis jetzt hat er 40 Anzeigen erstattet. “An Neujahr hat sich jemand bei uns im Viertel so extrem blöd hingestellt, dass er Gehweg und Kreuzung gleichzeitig zugeparkt hat, alle mussten rangieren und dann hat ein Autofahrer, der zu schnell um ihn rumgefahren ist, fast meine Schwester mit dem Kinderwagen erwischt, in dem meine Tochter saß. Da hat es mir gereicht”, erzählt er. M. betont aber auch, dass er nicht kleinlich sei. “Wenn da jemand mit den Reifen ein paar Zentimeter auf dem Bordstein steht, weil er zu ungeschickt zum Parken ist, mach ich da kein Fass auf”, sagt er.



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