Hausmittel gegen Schlafstörungen: Welche helfen wirklich?



Für die Betroffenen ist professionelle Unterstützung wichtig. Eine Ärztin oder ein Arzt kann ihnen dabei helfen, die Gründe für die Schlafstörung herauszufinden und im nächsten Schritt eine geeignete Behandlung vorschlagen.

Ist das Problem noch nicht so schlimm und treten die Einschlafstörungen nur gelegentlich auf, ist ein Arztbesuch hingegen nicht unbedingt notwendig. Manchmal helfen zunächst einfache Maßnahmen, um wieder besser zu schlafen.

Welches ist das beste natürliche Schlafmittel?

Das vielleicht beste natürliche Schlafmittel ist regelmäßige Bewegung. In verschiedenen Studien zeigte sich, dass Menschen, die Sport treiben, besser schlafen als Personen, die sich wenig bewegen. Die Sporttreibenden schliefen im Durchschnitt schneller ein und besser durch. Sport verbraucht Energie, setzt Endorphine frei und erhöht die Körpertemperatur – alle drei Mechanismen stehen in Verbindung mit gutem Schlaf.

Wer ausprobieren möchte, ob Sport den eigenen Schlaf verbessert, kann sich an den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation orientieren. Diese empfiehlt mindestens 150 bis 300 Minuten (also zweieinhalb bis fünf Stunden) leichte körperliche Aktivitäten pro Woche.

Um eine Schlafstörung zu beheben, genügt Sport aber wahrscheinlich nicht. Wer also trotz ausreichender Bewegung regelmäßig nicht ausreichend oder nicht gut schläft, sollte das Problem ärztlich abklären lassen.

Was bringen pflanzliche Schlafmittel wie Baldrian und Lavendel?

Das wohl bekannteste pflanzliche Hausmittel für besseren Schlaf ist Baldrian, etwa als Tablette oder Tee. Ihm wird eine beruhigende und schlaffördernde Wirkung nachgesagt. In wissenschaftlichen Untersuchungen hat sich Baldrian aber nicht bewährt: Weder schliefen die Teilnehmenden früher ein, wenn sie Mittel mit Baldrianextrakt genommen hatten, noch half ihnen das pflanzliche Präparat dabei, durchzuschlafen.

Ein weiteres bekanntes Hausmittel bei Schlafproblemen ist Lavendel. Verschiedene Ratgeberseiten im Internet empfehlen, Lavendelöl einzuatmen und dadurch besser zu schlafen. Ob das sinnvoll ist, lässt sich aber nicht sagen. Bisher gibt es nur wenige Untersuchungen, in denen Lavendel als Schlafmittel getestet wurde. Da diese methodische Mängel aufweisen, ist ihre Aussagekraft gering.

Es ist auch nicht klar, ob es schaden kann, über längere Zeiträume hinweg täglich Lavendelöl einzuatmen. Fest steht, dass es bei manchen Menschen Hautreizungen hervorruft.

Noch weniger lässt sich über die Wirkung und Nebenwirkungen von Vanilleöl sagen. Und auch für Präparate aus Kräutern wie der Passionsblume oder Melissenblättern gilt: Da ihre Wirksamkeit bisher nicht in Studien nachgewiesen wurde, lassen sie sich nicht empfehlen. Auch die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin tut dies nicht.

Besserer Schlaf dank heißer Milch mit Honig?

Ob eine Tasse warme Milch mit Honig den Schlaf verbessern kann, ist bisher nicht wissenschaftlich untersucht. Gegen ein warmes Getränk am Abend spricht aber natürlich nichts und es kann zur Entspannung beitragen, sofern es sich nicht um Kaffee oder Schwarztee handelt.

Hilft Melatonin bei Schlafstörungen?

Melatonin ist ein Hormon, das der Körper produziert, um den Schlaf-Wach-Rhythmus zu regulieren. Bei Licht stellt er weniger Melatonin her, bei Dunkelheit mehr. Inzwischen ist das sogenannte Schlafhormon auch als Nahrungsergänzungsmittel in Drogerien und Apotheken erhältlich, etwa als Tablette, Tropfen oder Spray.

Entgegen der Werbebotschaften der Hersteller handelt es sich bei Melatonin jedoch nicht um ein Wundermittel gegen Schlafprobleme. In Untersuchungen mit Menschen, die an einer Schlafstörung leiden, verkürzten Melatonintabletten zwar die Zeit bis zum Einschlafen und sorgten für besseres Durchschlafen. Die Effekte waren aber gering.



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