Hier lauern die meisten Keime im Flugzeug



Bei dieser Studie ist allerdings zu beachten, dass mittlerweile deutlich ansteckendere Corona-Varianten kursieren, bei denen eine Ansteckung viel wahrscheinlicher ist, als in dem Modell.

Wo ist das Infektionsrisiko im Flugzeug am höchsten?

Unabhängig vom Coronavirus gibt es überall Orte, an denen sich Keime, Bakterien und Viren besonders gut halten und sammeln. Auch im Flugzeug finden sich diese Orte natürlich. So rät ein Flugbegleiter auf der Internetplattform “Tiktok” davon ab, den Knopf zum Spülen der Flugzeugtoilette direkt zu berühren. “Es ist ziemlich unhygienisch”, zitiert ihn der “Stern”. Zusätzlich warnt der Steward davor, beim Schlafen den Kopf an die Fensterscheibe des Fliegers zu legen. “Du bist nicht der Einzige, der das tut, und du weißt nicht, wie viele Leute oder Kinder ihre Hände oder andere Dinge an der Scheibe abgewischt haben.”

Von Shorts, kurzen Röcken oder Kleidern rät er ebenfalls ab, da sich am Stoff des Sitzes Bakterien und Keime des Vorgängers befinden könnten. Grundsätzlich sollten ihm zufolge alle Flächen im Flugzeug gemieden werden.

Und bereits einige Zeit vor der Corona-Krise – 2017 und 2018 – wurde untersucht, wo die meisten Keime lauern. In einer Untersuchung der Flugsuchmaschine “Swoodoo” sowie einer Studie des Unternehmens “Marketplace” wurde festgestellt, dass neben der Toilettenspülung vor allem folgende Orte besonders verkeimt sind:

  • Klapptische
  • Türklinken
  • Gurte
  • Kopfstütze
  • Sitztasche
  • Griff der Toilettentür

Wie können Sie sich auf Flügen vor Krankheiten schützen?

Grundsätzlich helfen natürlich auch im Flieger FFP2-Masken, um keine infizierten Aerosole einzuatmen. Zusätzlich gelten die übrigen Hygieneregeln: In die Armbeuge husten und niesen, nichts unnötig mit den Händen berühren und regelmäßig oder mindestens nach dem Flug gründlich die Hände waschen.

Nachdem nun die besonders infektiösen Orte im Flieger bekannt sind, sollten Sie diese vor dem Start gründlich mit Desinfektionstüchern reinigen, um zumindest einen Großteil der Keime, Bakterien und Viren abzutöten.

Zudem sollten Sie bereits vor dem Flug versuchen, alles möglichst kontaktfrei zu organisieren. Sie können den Flug online buchen, online einchecken, den Boardingpass aufs Smartphone laden und das Gepäck an speziellen Schaltern sogar selbst aufgeben.

Zusätzlich können Sie darauf achten, nicht zu stark frequentierte Strecken und Zeiten zu buchen, sodass der Flieger von vornherein nicht zu voll ist. Und: Einige Airlines bieten die Möglichkeit, den Nachbarsitz mitzubuchen. Wer bereit ist, die höheren Kosten zu tragen, hat dann nicht nur mehr Platz, sondern auch ein geringeres Risiko, sich direkt beim Sitznachbarn anzustecken.



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