Soll er bleiben oder gehen? Bayern-Fans diskutieren über Lewandowski



N. Bauer: Aber er hätte sich die Karriere auch kaputt gemacht, wenn er sich damals quergestellt hätte.

Röckl: Die andere Frage ist, was macht das mit der Mannschaft intern? Die ist ein sensibles Gebilde, in der Kabine werden diese ganzen Themen durchgesprochen. Es ist schwierig, aber die Führungsspieler, Manuel Neuer, Thomas Müller, Joshua Kimmich, die müssen ihn da wieder einbinden. Und er muss sich auch einbringen.

Bohlig: Was macht es mit der Mannschaft, wenn man ihn gehen lässt? Und was macht es, wenn man ihn zum Bleiben zwingt? Es gibt da so vieles, was dafür und dagegen spricht. Und bei einem Robert Lewandowski, der so viel für den Verein gemacht hat, so viele Tore geschossen hat, da kann der Verein auch einmal anders handeln, nachgeben und das auch begründen.

Röckl: Aber genau das ist der Startschuss für Söldnertum! Alle kriegen das mit, auch Spieler die jetzt erst vor einem Wechsel zu Bayern stehen. Die Gefahr, dass jeder meint, er könne sich vorzeitig aus dem Vertrag rausstreiken, die wollen wir aber nicht haben.

Dass Lewandowski mit Äußerungen wie, er wolle “mehr Emotion in seinem Leben” oder ihn ihm sei “etwas gestorben” seinen Wechsel forcieren will, ist außergewöhnlich. Die Zitate sind ja so übertrieben pathetisch, dass es schon hanebüchen ist. Glaubt ihr, der meint das wirklich so – oder ist das bloß ein großes Theater?

Röckl: Ja, das sind Sätze wie aus einem Schmierentheater.

Bohlig: Wenn er von fehlender Wertschätzung spricht, ist das ein schönes Schlagwort, das man so gerne verwenden kann – aber Tatsache ist, das, was er aufs Konto bekommt, ist mehr als genug Wertschätzung. Das ist mehr als das, was viele Klub-Legenden jemals hatten, die den Mythos FC Bayern überhaupt ermöglicht haben.

David Alaba, Corentin Tolisso, jetzt Robert Lewandowski – woher kommt das, dass immer wieder Spieler bei Bayern, die gehen oder gehen wollen, von fehlender Wertschätzung sprechen?

Röckl: Das kommt nicht von irgendwoher, das war schon bei Toni Kroos vor acht Jahren zu hören. Wenn die Spieler von mehr Wertschätzung sprechen, dann heißt das, dass das Gehalt angepasst wird. Der eine will höher gestellt werden als der andere, und wenn das nicht klappt, dann kommt man um die Ecke mit dem Satz, die Wertschätzung fehle.

W. Bauer: Ich habe mir die Frage auch schon gestellt. Wo viel Geld verdient werden kann, da will man auch viel Geld verdienen. Wenn du bei einem anderen Arbeitgeber mehr verdienen würdest, würdest du ja auch dahin wechseln.

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