Unterwegs auf einem Fahrrad aus Bambus



Die Technik:Ungewöhnlich ist vor allem die Produktionstechnik. 80 Stunden dauert es, bis ein Rahmen gefertigt ist, sagt Eker-Mitbegründer Stefan Krisch, “alles Handarbeit.” Es beginnt mit der Ernte: Im Bambuswald in Uganda werden passende Rohre von Hand geerntet, gefertigt wird der Rahmen in der Hauptstadt Kampala. Die Endmontage erfolgt in Schweden.

Bei der Produktion komme neben Bambus auch die Rinde des Mutuba-Baumes zum Einsatz. Zusammen mit einem “umweltfreundlichen” Epoxid-Harz, das weitgehend ökologisch hergestellt sei, diene sie zum Verbinden der Rohre: “Wir schneiden die Rinde in Streifen und umwickeln die Rohre in einem bestimmten Muster, um eine maximale Festigkeit in alle Richtungen zu erreichen”, sagt Krisch zum Verfahren.

Die Rahmenanteile aus Rinde erkennt man an ihrer dunkleren Farbe. “Da jedes Rohr ein Unikat ist, ist es eine große Herausforderung, Fahrradrahmen mit wiederholter Qualität nach einer engen Spezifikation zu produzieren”, sagt Krisch.

Jedes Rohr ist anders ist. So wiegt der Rahmen des Testrades 2905 Gramm, kann in der Größe M aber zwischen 2400 und 2800 Gramm liegen. “Das Gewicht eines jeden Rahmens variiert je nach Erntezeit und anderen Aspekten des Bambusmaterials”, sagt Eker, der auf den Rahmen fünf Jahre Garantie gibt. “Aufgrund des hohen Faseranteils wird unser Bambusrahmen auch bei hoher Belastung oder direktem Aufprall nicht brechen”, sagt er. Zudem sei das Material, obwohl ein Naturprodukt, gegen Wind und Wetter gewappnet.

Dazu beschichtet Eker nicht nur das Innere der Rohre, sondern versieht den Rahmen im letzten Fertigungsschritt zudem mit vier Schichten Klarlack. “Witterungsbeständigkeits- und Alterungstests unter nordischen Bedingungen” hätten dem Material sommers wie winters nichts anhaben können.

Doch der größte Vorteil gegenüber gängigen Rahmenmaterialien wie Aluminium oder Stahl ist ökologisch: Laut einem Report derDuke University in North Carolinaverursache die Herstellung eines Fahrradrahmens aus Aluminium etwa 250 Kilogramm, die eines Carbonrahmens 67 Kilogramm CO2. Bei Bambus passiert das Gegenteil: Als nachwachsender Rohstoff bindet er CO2. “Nach unseren Berechnungen entspricht der für einen Eker-Rahmen verwendete Bambus einer Aufnahme von 773 Kilo CO2 aus der Atmosphäre”, sagt der Eker-Mitgründer.

Ausstattung, Zubehör, Peripherie:Am Rad finden sich Komponenten bekannter Marken, in diesem Fall Sram. Vom amerikanischen Zulieferer stammen die hydraulischen Scheibenbremsen, die Schaltkomponenten. Schaltwerk, Kurbel, Ritzelpaket und Kettenblatt (32 Zähne) zählen zur ambitionierten MTB-Einstiegsgruppe GX Eagle. Die Kassette mit Ritzeln von 10 bis 52 Zähne bietet eine Übersetzungsbandbreite von 500 Prozent, verteilt auf zwölf Gänge.

Die 100-Millimeter-Federgabel kommt von Rockshox (Modell Judy Gold RL 29″). Die 29-Zoll-Laufräder sind über Steckachsen montiert. Am Testrad aufgezogen sind Michelin-Stollenreifen, Modell Wild Racer (29″x2,1″). Die Ausstattung ist aber flexibel; zwei höhere Levels mit besseren Komponenten können im Web-Konfigurator angeklickt werden, womit sich der Preis fast verdoppeln lässt. Auch Spezialanfragen für individuelle Wünsche nimmt Eker auf.



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