WM-Gegner Spanien: Eine Warnung an Deutschland



Die Ironie in seiner Stimme war unverkennbar. Enrique hat großen Respekt vor dem deutschen Team, gerade unter der neuen Führung. Die DFB-Elf spielt intensiver, aggressiver und zielstrebiger als unter Löw. Gegen die meisten Gegner wird Deutschland den Ton angeben, mehr Ballbesitz und mehr Spielanteile haben. Selbst beim Auswärtsspiel in den Niederlanden hatte Flicks Team 59 Prozent Ballbesitz. Auch gegen England und womöglich auch gegen Italien ist eine ähnliche Dominanz zu erwarten.

Spanien wird eine andere Nummer. Denn auch die Iberer setzen darauf, das Spiel selbst zu gestalten. Sie wollen agieren, nicht reagieren. Es ist also eine interessante Partie zu erwarten, wenn am 27. November Deutschland auf Spanien trifft.

Gerard Deulofeu, spanischer Ex-Nationalspieler vom italienischen Erstligisten Udinese Calcio, geht im Gespräch mit t-online von einem packenden Duell aus: “Spanien muss auf Deutschland aufpassen – und umgekehrt. Die Teams sind auf Augenhöhe und haben viel Qualität.” Gleichzeitig hat der 28-Jährige auch eine Warnung für die DFB-Auswahl parat: “Spanien ist eine sehr junge und talentierte Mannschaft. Gavi, Pedri, Ansu Fati und Co. sind beeindruckend. Luis Enrique kann mit diesen Spielern umgehen, weiß aber auch, wie er ältere Spieler anzupacken hat. Sie waren stark bei der EM und ich traue ihnen auch eine sehr gute WM zu.”

Alle drei aufgezählten Spieler kommen aus der Talentschmiede La Masia, der Akademie des FC Barcelona. Auch Deulofeu durchlief die einzelnen Jugendmannschaften der Katalanen. Er weiß, warum so viele Talente Barcelonas den Sprung nach oben schaffen: “Sie bekommen in der Jugend das gleiche Spielsystem wie die Profis vorgesetzt. Dadurch sind sie gut vorbereitet, wenn sie Profis werden. Dadurch können sie leichter ins kalte Wasser geworfen werden.”

Worauf Deutschland achten muss

Zu diesem System passt, dass Luis Enrique selbst acht Jahre für Barcelona spielte und mit Unterbrechung sechs Jahre lang als Trainer bei den “Blaugrana” arbeitete. Sein Spielstil als Nationalcoach ähnelt dem Barças, weshalb er auch auf die vielen Talente der Katalanen setzt.

Zu England und Italien gibt es – wie beschrieben – ein paar Differenzen. Wie kann Hansi Flick die Spiele also in Vorbereitung auf Spanien nutzen?

Spaniens Spieler sind technisch hochqualifiziert, können auf engem Raum schnell Lösungen finden und mit leichten Körpertäuschungen ihre Gegenspieler austanzen. Eigenschaften, die auch die italienischen Spieler oft mit sich bringen. Auch sie sind pressingresistent und nur schwer aus der Ruhe zu bringen.

England ist unter Gareth Southgate nicht nur defensiv-, sondern auch konterstark. Genau da braucht der DFB unter Flick noch einen Härtetest, denn auch die Spanier sind, beispielsweise mit Ansu Fati und Ferran Torres, im Konterspiel gut besetzt.

Dazu ist England hochgefährlich bei Standards. Gut getretene Ecken und Freistöße spielen bei Turnieren eine wichtige Rolle. Mit Mads Buttgereit hat sich Flick einen Experten bereits ins Trainerteam geholt. Nun wird das Gelernte auf höchstem Niveau auf die Probe gestellt.



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